Das Museum Frühere Sonderausstellungen Zuckertüten (2007) Zuckertüten aus den vergangenen 70 Jahren zeigte unser Museum in einer Sonderausstellung, die am  Schuleinführungstag 2007 eröffnet wurde und bis zum 1. November zu sehen war. Zahlreiche Dresdner hatten  ihre Erinnerungsstücke an ihren Tag der Schuleinführung zur Verfügung gestellt, darunter eine Zuckertüte, die  1946 eine Oma aus der Not dieser Zeit heraus aus Packpapier für ihre Enkelin gebastelt hatte. Staunend  standen dann ABC-Schützen und viele Besucher davor. Ob die Kleinen den losen Spruch wohl schon  verstehen konnten, den uns Abiturienten der Kreuzschule übermittelt hatten und der da lautet: "Die Zuckertüte  war der Köder; ich ging ins Netz, ich A..., ich blöder" Im Jahr 1810 soll erstmals in Sachsen und Thüringen der erste Weg in die Schule mit einer Tüten versüßt  worden sein. Nachgewiesen ist das 1817 zuerst in Jena. Der Brauch geht auf die jüdische Tora zurück,  Schulanfängern süßes Buchstabengebäck als Erinnerung an das Psalmwort "Dein Wort ist in meinem Munde  süßer als Honig” zu schenken. Über Zuckertüten konnten sich zunächst nur Kinder in größeren Städten erfreuen. In ländlichen Gegenden  setzte sich dieser Brauch nur nach und nach durch, in westdeutschen Gebieten erst zu Beginn des 20.  Jahrhunderts.  In Kassel sind Schultüten, wie sie in vielen Regionen genannt werden, ab 1907 belegt.