Das Museum Frühere Sonderausstellungen Dem Schulkind gratulier' ich schön (2010) So hieß eine Sonderausstellung, die  325 Post- und Glückwunschkarten zum Schulanfang aus dem 20.  Jahrhundert präsentierte. Interessant war die Vielfalt der Motive. Der bekannte Nürnberger Trichter fand sich  ebenso wie Schulkinder mit den unterschiedlichsten Zuckertüten. Auf einem Foto begleiteten Junge Pioniere  Kinder auf dem ersten Schulgang – typisch DDR.  Fast jeder Karte war anzusehen, aus welcher Zeit sie stammte. Das drückte sich in der Kleidung der  Schulanfänger ebenso aus wie in den Formulierungen der Glückwünsche und in der Schrift. Erst seit Juni 1941  wurde in der Schule nicht mehr die deutsche Schrift – Kurrent, Sütterlin – gelehrt, sondern die lateinische  Rundschrift. Adolf Hitler hatte es so angeordnet. Auch die Frankatur und die Poststempel sind solche  Zeitdokumente.  Einige der Karten waren auf der Vorder-, der Bildseite, beschrieben. Sie stammten aus den Jahren vor 1905,  denn bis dahin durften auf der frankierten Seite nur Anschrift und Absender stehen. Beim genauen Hinschauen  fiel auch auf, dass die Glückwunschkarten einst kleiner waren als die heutigen. Die ausgestellten Karten waren  Kopien in Originalgröße. Der Dresdner Sammler Siegfried Reinhard stellte sie dem Schulmuseum für diese  Sonderschau dankenswerter Weise zur Verfügung.