Die Ausgegrenzten  Das NS-Zimmer Ab 1933 ging der nationalsozialistische Staat auch gegen jüdische Schüler und Lehrer beiderlei  Geschlechts vor. Juden galten als Untermenschen, Geisteskranke oder „Tiere in Menschengestalt“,  als rassisch minderwertig und sollten vom “gesunden deutschen Volkskörper” ferngehalten werden.  Pflicht eines Juden war es, den Judenstern zu tragen. Diese Anordnung wurde im September 1942  auch auf Jugendliche erweitert. Bereits im Mai 1942 verboten die Nationalsozialisten jüdischen  Einwohnern, Haustiere zu halten. Wer solche Hausgefährten besaß musste das melden. Die Tiere  wurden abgeholt. Das betraf auch Kinder, denen dadurch ihre letzten Freunde genommen wurden.   Jüdische Kinder durften nur die ersten vier Klassen der Volksschule besuchen. Später mussten sie  in eigens für diesen Zweck geschaffene Schulen gehen. Der Stundenplan war so eingerichtet, dass  sich deutsche und jüdische Schüler auf dem Schulweg nicht begegnen konnten. Ab 1942 gab es für  jüdische Kinder überhaupt keinen Unterricht mehr. In Ghettos fand jedoch illegaler Unterricht statt.  Juden wurden aus dem öffentlichen Leben weitgehend entfernt und von Deutschen „abgeschottet“.  Ihnen war es verboten, Kinos zu besuchen oder baden zu gehen. Kinder wurden von ihren Eltern  weggeholt und in KZs gebracht. Dort starben viele bereits nach kurzer Zeit, weil sie für  unmenschliche medizinische Versuche missbraucht wurden. Sie erhielten von den KZ-Ärzten  Injektionen mit Bazillen oder giftigen Chemikalien, um deren Wirkung zu erproben. Andere mussten  sich „totarbeiten“, bevor sie in die Gaskammern getrieben wurden.  Die Lebenserwartung von Kindern in den Konzentrationslagern lag bei ein bis zwei Monaten. Von 10 Kindern überlebte nur eins den Kieg...