Das Museum Frühere Sonderausstellungen Maria Reiche - eine Dresdnerin erforscht die Nazca-Wüste Perus (2006) Die Sonderausstellung über die Dresdner Wissenschaftlerin Maria Reiche war die erste  des Museums. Sie entstand im Zusammenwirken mit der Dresdner Dr.-Maria-Reiche-  Gesellschaft und wurde am 24. März 2006 gemeinsam mit dem Museum selbst  eröffnet.   Maria Reiche wurde in Dresden als Ältestes von drei Kindern des Amtsgerichtsrates Dr.  Felix Reiche-Grosse und seiner Frau Elisabeth geboren. An der Technischen  Hochschule ihrer Heimatstadt studierte sie Mathematik, Physik und Geografie. Mit 29  Jahren ging sie nach Peru, lebte zunächst von Jobs, die sich ihr anboten, um sich  später mit den rätselhaften Zeichnungen in der Pampa von Nazca zu beschäftigen.  Dort bewohnte sie ein einfaches Haus, die Basis für ihre Forschungen. Bis in die 60er  Jahre des 20. Jahrhunderts hatte sie ein Gebiet von rund 150 Quadratkilometern zu  Fuß vermessen. Dank ihres Wirkens wurden die Linien 1994 in die Liste des  Weltkulturerbes aufgenommen. Heute zählen sie neben der Inkakultur zu den großen  Attraktionen Perus. Entstanden sind sie etwa ab dem Jahr 100, also lange vor der  Inkazeit. Maria Reiche erhielt viele Auszeichnungen, so u.a. das deutsche  Bundesverdienstkreuz, den „Orden der Weisen der Inka“ Perus, den Ehrendoktortitel  der Peruanischen Universität San Marcos und als 90jährige in Anerkennung ihrer Leistungen für das Land ehrenhalber die peruanische  Staatsbürgerschaft.  Hochbetagt starb die Wissenschaftlerin am 6. Juni 1998 in ihrer Wahlheimat, verehrt vom ganzen Volk - doch in ihrer Heimatstadt  Dresden blieb sie bis heute fast eine Unbekannte.  Auf dem Foto berät Maria Reiche mit Offizieren der peruanischen Luftwaffe einen Hubschraubereinsatz über der Pampa von Nazca.