Das Museum Das Schulmuseum lässt die Schülerinnen und Schüler Geschichte von einer ganz anderen Seite als dem bloßen Unterricht erleben.  Hier können sie an eigene Erfahrungen anknüpfen und eine persönliche und emotionale Verbindung zur Vergangenheit aufbauen. Sie  erfahren, dass Geschichte ein Prozess ist, der sich über die Jahre verändert und erkennen, dass ihr Handeln in der Gegenwart  ebenfalls Auswirkungen auf diesen Prozess hat. Die Schülerinnen und Schüler  nehmen hier die Bedeutung von Geschichte und Vergangenheit für ihre eigene  Lebenswelt wahr.  Auch wenn ein Besuch des Schulmuseums in seiner Vorbereitung mit einigen  Mühen verbunden ist - dabei denkt man an eventuelle inhaltliche Vorbereitungen,  das Organisieren von Freiräumen in der Unterrichtszeit oder die Anreise - lohnt  sich dieser Aufwand doch um Längen. Die Schülerinnen und Schüler wenden im  Museum ihre sozialen Kompetenzen an. Sie müssen sich in die Menschen der  Vergangenheit hinein versetzen und Verständnis hervorbringen. Sie müssen ihre  Ansichten darlegen und rechtfertigen bzw. offen für andere Meinungen sein und  Sachverhalte mehrperspektivisch betrachten. Außerdem verbessern sie ihre  fachspezifischen Arbeitsmethoden im Umgang mit jeglicher Art von Quellen.  Natürlich hat auch jeder Museumsbesuch seine Grenzen. Dessen sollte man sich  bewusst sein. Nicht jeder Lernbereich aus dem Lehrplan ist so konzipiert, dass er  z. B. im Schulmuseum umgesetzt werden kann und genauso hat auch das "Selber-  Lernen" und "Selber-Entdecken" seine Grenzen. Diese Erfahrung wurde auch in  dieser Arbeit herausgestellt. Sie kann dennoch ein Anstoß sein, um Lehrerinnen und Lehrer zu animieren, einmal über den Rand des  Geschichtslehrbuchs hinaus zusehen und mit Quellen und Exponate, z. B. aus der eigenen Vergangenheit, zu arbeiten.  Zusammenfassend kann man sagen, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, Geschichts- und Sachunterricht auf kreativem Weg im  Schulmuseum Dresden durchzuführen. Es ist ein großer Glücksfall für die sächsischen Lehrerinnen und Lehrer, dass es nach langer  Tradition das Museum in Dresden wieder gibt, welches nach ständigen Neuerungen und Verbesserungen strebt und hinter dem so viele  engagierte und tatkräftige Menschen stehen.  (Aus: Katharina Lochmann: "Schnittstellen zwischen Exponaten des Schulmuseums Dresden und den einschlägigen Lehrplänen allgemeinbildender Schulen des Freistaates Sachsen - Möglichkeiten und Grenzen der fachdidaktischen Nutzung". Bachelorarbeit an der TU Dresden, 2013) Das interessiert den Lehrer Schnittstellen zwischen Exponaten des Schulmuseums Dresden und den einschlägigen Lehrplänen