Das Museum Höhepunkte Besondere Höhepunkte im Museumsalltag sind für uns die Teilnahme an der alljährlichen Dresdner Museumssommernacht. Natürlich hat  es in der noch jungen Geschichte auch andere Anlässe gegeben, die allen Vereinsmitgliedern und Mitarbeitern im Gedächtnis geblieben  sind. Damit sie auch künftig nicht vergessen werden haben wir diese kleine Chronik zusammengetragen.  2006 Eröffnung Am 24. März 2006 war es endlich soweit. Neun Jahre nach Gründung des Vereins Schulmuseum  Dresden e. V. hatte der sein Ziel erreicht. Der Vorsitzende, Prof. Dr. Hartmut Voit, konnte im Jahr des  800. Stadtjubiläums von Dresden das fünfte Schulmuseum in der Geschichte der Stadt eröffnen.  Zahlreiche Gäste waren damals der Einladung zur Feier gefolgt, darunter Dresdens  Schulbürgermeister Winfried Lehmann, der Rektor der Dresden International University, Prof. Dr.  Achim Mehlhorn, der Dekan der Philosophischen Fakultät der TU, Prof. Dr. Karl Lenz, der Leiter des  Schulverwaltungsamtes Dresden, Hagen Schultz, der Leiter des Dresdner Arbeitsamtes, Thomas  Wünsche, der Marketingdirektor der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Andreas Rieger.  Gekommen waren Mitarbeiter des Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerkes, waren die  Vereinsmitglieder und viele weitere Gäste. Bei einem ersten Rundgang konnten sie sich davon  überzeugen, dass sich die Mühen der vergangenen Jahre gelohnt hatten und Dresdens vielfältige  Museumslandschaft um einen weiteren, hell leuchtenden Farbtupfer reicher geworden war. Deswegen  sparten die Festredner nicht mit Lob, sprachen in humorvollen Worten über ihre Beziehungen zur Schule und zum Museum. Besonders  beieindruckend die Rede des Sparkassen-Markedingdirektors Rieger. Er erzählte, dass er vor vielen Jahren in der gleichen Aula gestanden  hat, in der die Eröffnungsfeier stattfand  – zu seiner Einführung in die 48. Dresdner Grundschule.  2007 Zum ersten Mal nahm unser Museum an der Museumssommernacht teil, für alle, die dabei waren, Neuland,  das man erst kennen lernen musste. 56 Dresdner Museen insgesamt hatten am 14. Juli geöffnet. Zu allen fuhren  Sonderbusse, so auch zu unserem. Der Erfolg dieser Nacht übertraf alle Erartungen. Nach Mitternacht zählten wird  über 1200 Besucher. In den "Spitzenzeiten" bildeten sich Schlangen am Einlass, und wer die Räume gesehen hatte,  der blieb gern noch im Hof auf einen kleinen Snack oder zu einem Gespräch mit Vereinsmitgliedern da. Ein  besonderes Ereignis war es, als der Vereinsvorsitzende, Prof. Dr. Hartmut Voit, gegen 23.00 Uhr die tausendste  Besucherin begrüßen konnte: Renate Wünsche. Sie war einst selbst in dem ehemaligen Schulhaus, in dem sich jetzt  das Schulmuseum befindet, unterrichtet worden.  2007 Unser Museum war das einzige, das sich während des Stadtfestes 2007 zum  Bürgermeisterfrühstück im Ratskeller präsentieren durfte. Die alten Schulbänke, an denen man sich  in deutscher Schrift (Sütterlin) üben konnte, waren fast ständig umlagert. Auch Schulbücher, -hefte  und -ranzen aus früherer Zeit fanden viel Anklang. Besonderes Highlight: Die freie Fläche zum  Kreiseln. Meist waren es die Älteren, die versuchten, das Können aus der Kindheit zu "reaktivieren".  2008 Auch zur Museumssommernacht 2008 herrschte im alten Schulhaus an  der Seminarstraße wieder großer Andrang. Bis Mitternacht fanden über 900  Besucher den Weg zu uns. Zum ersten Mal gehörten zahlreiche Radfahrer  dazu, denn das Schulmuseum war eine von sieben Stationen der erstmals  veranstalteten Radtour zur Sommernacht. Ob deren Teilnehmer jedoch auch die Zeit fanden, den Lesungen in den  verschiedenen Klassenräumen zu lauschen, sich einen historischen Unterrichtsfilm anzusehen oder gar im Raum der  Sinnlichkeit - dem Reformschulzimmer - an musikalischen Improvisationsspielen teilzunehmen, das ist fraglich. Dafür  nutzten viele andere Gäste die Gelegenheit dazu oder sie amüsierten sich über Stilblüten, die an den Wänden der  Museumsflure angebracht sind.  2008  Am 19. Juli hatten der damalige Hartz-Arge-Chef Dirk Bachmann und seine Frau Sylvia als  Gastgeber das zweite Mal zum Social-Cup eingeladen. Auf dem Gelände der Vogelwiese im Dresdner Ostragehege  trafen sich zahlreiche geladene Gäste, um den Holzvogel von der Stange zu schießen. Dabei waren Stadträte aller  Fraktionen, Unternehmer, Mitglieder verschiedener Vereine, darunter auch vom Schulmuseumsverein.   Den Erlös aus  Startgeldern und Kuchenbuffet stifteten die Bachmanns unserem Schulmuseum: 999 Euro.  2009 Obwohl das Wetter der Museumsnacht nicht hold war, hatten Kleine und Große im Museum  ihren Spaß. Dazu trugen zahlreiche Vereinsmitglieder bei, so Heidi Zeidler, die eine freundliche Lehrerin spielte, oder  der Vorsitzende, Prof. Dr. Hartmut Voit, der am Filmprojektor unermüdlich bewies: "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee  nicht kalt". Großer Andrang herrschte im Reformschulzimmer. Dort konnte man basteln oder Linolschnitte anfertigen.  Brigitte Hoppe und Axel Thielemann (MDR) weckten im DDR- bzw. im Kaiserzeitzimmer mit ihren Lesungen  Erinnerungen an längst vergangene Schulzeiten. Und auch Studenten der TU hatten als gestrenge Lehrer ihre  Freude in der Sommernacht.  2010 “Dem Schulkind gratulier’ ich schön” lautete in jenem Jahr das Motto der Museums-  Sommernacht. Es war zugleich der Titel einer Sonderausstellung, die Postkarten zum Schulanfang  aus der Zeit zwischen 1900 und 1990 zeigte. Wenn auch der Andrang geringer war - dem heißen Wetter und  Deutschlands 3.2 gegen Uruguay war's geschuldet - große und kleine Besucher hatten ihren Spaß in den alten  Schulräumen. Schreibübungen in altdeutscher Schrift waren auch 2010 der Renner. Im Reformschulzimmer konnten die  Kleinen Mandra legen oder sich im Hof als Schüler aus Opas Tagen fotografieren lassen, während die Großen im  Kaiserzeitzimmer vom Theater "Seniora" erfuhren, wie es war, als diese älteren Damen "noch kleine Mädchen waren."  Kaum hatten sie den Raum verlassen, trat unser Vereinsmitglied Gisela Zuber an ihre Stelle und erteilte Unterricht aus  dieser vergangenen Zeit. Beim Plausch im Cafè im Hof klang für Viele der Besuch aus  2011 Waren zu den vergangenen Sommernächten nur Schulräume aus drei der vier historischen Zeitetappen  des 20. Jahrhunderts zu sehen, so konnte man sich nun auch über die Schule während der NS-Zeit  informieren. Ein neuer, nicht als Klassenraum sondern als Dokumentation erst im Januar gestaltetes Zimmer  machte es möglich. Dokumente und auch selten gezeigte Gegenstände aus der dunkelsten Zeit der jüngeren  deutschen Geschichte ließen die Besucher Zusammenhänge verstehen, die sie bisher nur bruchstückhaft  kannten.  Sie konnten auch einen Blick in die Zukunft unseres Hauses werfen: in das noch im Aufbau  befindliche Zimmer zur Geschichte des naturwissenschaftlichen Unterrichts.  2012 “Mit Feder, Tinte und Papier”. Dieses Motto stand über der Museumssommernacht 2012. Das war auch der Titel  der im Sommer und Herbst laufenden Sonderausstellung. Unser Vereinsmitglied Hagen Kreisch zeigte Federn und  Schreibutensilien aus seiner umfangreichen Sammlung, darunter die mit 32 cm größte und die mit 4,5 mm kleinste  Feder der Welt. Große Interesse galt auch unserer Bibliothek historischer Schulbücher, die größte Sachsens. Sie war  an diesem Tag ausnahmsweise zur Besichtigung feigegeben.  2013 hieß das Motto der Museumssommernacht “Wer nichts weiß, muss alles glauben”. In den  Ausstellungsräumen wurden Fragen und verblüffende Experimente präsentiert, die unsere Besucher meist ins  Grübeln brachten. So war es eine der Aufgaben, im Buchstabenstein (das Original befindet sich in Meißen, eine  Kopie am Dresdner Hotel “Steigenberger”) alle Buchstaben des Alphabets zu finden.  2014 hieß es “Das macht nach Adam Ries”. Wir zeigten Rechenmethoden unserer Vorfahren,  darunter das Rechnen mit einem Abakus und auch das von Ries entwickelte Rechnen auf den  Linien (Foto) , das ihn zum “Rechenmeister” werden ließ. Natürlich konnten sich die Besucher auch über den  Umgang mit einem Rechenschieber informieren. Dabei zeigte es sich, dass viele Ältere, die das einst gelernt hatten,  gar nicht mehr so sicher in dieser Materie waren  2015 stand die Sommernacht unter dem Thema: "Schulstrafen !?", für das sich natürlich viele Besucher  interessierten. Kein Wunder, dass das Kaiserzeitzimmer fast immer bis zu letzten Platz gefüllt war, wenn  unsere Lehrer zu einer “Kaiserzeitstunde” einluden. Dort konnte man u. a. auch erfahren, dass es seinerzeit  nicht nur den Rohrstock gab, sondern auch eine Eselsmaske, ein dreieckiges Scheit Holz zum darauf  Sitzen und verschiedene, mit Erbsen oder Kirschkernen gefüllte Kissen, auf den der “Deliquent” knieen  musste. 2016 "Nachteulen auf Tintenspur" hatten wir unseren Beitrag zur Museumsnacht überschrieben, die erstmals  keine Sommernacht war, sondern im September stattfand. Wieder reizte es viele Besucher zu probieren, wie es  sich mit einer Vogelfeder schreibt. Mancher musste einsehen, dass dabei auch die Finger mit Tinte beschmutzt  sind, wenn man es nicht richtig kann. Aber auch historische Bücher und Hefte aus unserer Sammlung gehörten  zu den Attraktionen der Museumsnacht. 2017 versuchten wir, die Besucher tiefer ins Gezeigte eindringen zu lassen. Dazu gab es einen Fragebogen, und  wer  richtig lag, erhielt einen kleinen Preis. Viel Interesse fanden auch unsere beiden Sonderausstellungen “Deutsche  Schulschriften aus drei Jahrhunderten” - Kurrent und Sütterlin standen im Mittelpunkt - und “Vom sphärischen Gesetz  zur Kosmischen Erziehung”. Dort erfuhr man mehr über Friedrich Fröbels Spielgaben und Maria Montessoris  Überlegungen, wie kleine Kinder ihre Umwelt begreifen lernen können.    Ehrengäste im Kaiserzeitzimmer