Viele Besucher werden an ihre eigene Schulzeit erinnert, wenn sie den Klassenraum aus DDR-Tagen  betreten. Bänke, Stühle - alles so wie es in den 60er und 70er Jahren in ostdeutschen Schulen war und  teilweise noch immer ist. Dieses Zimmer dokumentiert auf vielfältige Weise die Schule der DDR. Neben  Heften sind Lehrbücher aus den verschiedenen Zeitabschnitten der Schulpolitik jener Zeit zu sehen. Von ihr  zeugen auch Rollbilder, die einst im Unterricht verwendet wurden, zeugen Lehrmittel aus den  unterschiedlichen Fächern - von Russisch-Lehrbüchern bis hin zum einem Biologielehrbuch, das ein Lehrer  1947  auf Makulaturpapier selbst anfertigte, weil die in der Nazizeit verwendeten nicht mehr verwendet  werden durften.  Auch Lieder, die damals gesungen wurden, kann man sich anhören.  Parallel zum Bildungsweg gab es die Jugendorganisationen - Pioniere und FDJ. Sie sollten ebenso wie die  Schule die jungen Leute dazu erziehen, sich mit dem Staat zu identifizieren und vollwertige Mitglieder der  "sozialistischen Gesellschaft" zu werden. Deswegen orientiert das Schulsystem auf die "Einheit von Bildung  und Erziehung".   In der DDR bekam man sowohl für Erfolge in der Schule als auch während der Freizeitbeschäftigungen als  Anerkennung zahlreiche Abzeichen, von dem “Für gutes Lernen in der Schule" bis zum Touristen- oder dem  Sportabzeichen in Gold, Silber und Bronze. Sie sind hier ebenso für die Nachwelt bewahrt wie Schallplatten,  die im Unterricht verwendet wurden. Schulklassen können in diesem Zimmer erleben, wie es war, zur DDR-  Zeit in die Schule zu gehen. Sie erfahren jedoch auch, wie weit dieses Unterrichtssystem in das gesamte  Leben der Kinder eingriff. Wohl deshalb gab es auf den Pioniergruß “Seid bereit!” die scherzhafte Antwort:  “Hab' keine Zeit zur Mitarbeit.”  Das DDR-Zimmer