1300 Dresdens Schulgeschichte beginnt bereits im Mittelalter. In jenem Jahr wird zum ersten Mal eine  Schule, die schola crucis, erwähnt. Damit ist die Kreuzschule die älteste der Stadt. Erst viel später gab es  Festlegungen der Obrigkeit, wie das Schulwesen zu gestalten sei. Hier eine kleine Übersicht:  1539 forderten Viktualienbeschlüsse der kurfürstlichen Verwaltung vom Dresdner Rat die Einrichtung zweier  Schulen: eine für Mädchen und eine für Knaben.  1580 forderte die Kursächsische Schulordnung, Knaben und Mädchen zur Schule anzuhalten und förderte  damit die weitere Einwicklung der Volksschule. 1724 wurde unter August dem Starken mit dem „Erlaß von der Unterrichtung der Jugend“ der Schulzwang  für Knaben und Mädchen gefordert.  1773 trug eine erweiterte Schulordnung den gestiegenen Anforderungen an des Schulwesen Rechnung.  1787 ist das Gründungsjahr des ersten sächsischen Lehrerseminars in Dresden-Friedrichstadt. Damit waren  die Voraussetzungen für die kontinuierliche Ausbildung seminaristisch gebildeter Volksschullehrer  geschaffen..  1805 wurde in Sachsen Schulzwang für alle Kinder zwischen dem 6. und dem 14. Lebensjahr angeordnet.  1831 erfolgte mit der Verfassungsreform die Einrichtung des Königlich-Sächsischen Ministeriums des “Kultus  und öffentlichen Unterrichts”. Es löste das Oberkonsistorium (kirchliche Verwaltungsbehörde) ab, das seit  1606 die oberste Schulbehörde war.  1835 regelte das Königlich-Sächsische Elementar-Volksschulgesetz (das erste sächsische Schulgesetz  überhaupt) die achtjährige Schulpflicht, die Unterstellung der Schulen unter die Gemeinden und die  Anforderungen an die Lehrkräfte. Es entstanden Distriktschulen. Mit der Neuorganisation des Dresdner  Schulwesens wurde die Anzahl der Unterrichtsstunden pro Jahr erhöht sowie die Anforderungen an die  Lehrer angepasst, das Schulgeld für Bürgerschulen neu festgelegt und für Armenschulen erstmals erhoben.  1838 wurde das Dresdner Stadtgebiet in vier Schulbezirke aufgeteilt. Jeder Bezirk sollte eine Bürger-, eine  Bezirks- und eine Armenschule unterhalten.  1856 traf das Programm über die Bürgerschulen in Dresden eine Reihe Festlegungen, um die Überfüllung  der Klassen zu beseitigen. Auch die Lehrpläne und die Zusammensetzung des Lehrkörpers wurden neu  geregelt. Knaben und Mädchen sollten auch in den Elementarklassen getrennt unterrichtet werden.  1863 Carl Wilhelm Clauß, Direktor der Gewerbeschule in Dresden-Friedrichstadt, führt zum ersten Mal in  Deutschland “hitzefrei” ein.  1871 gab es mit der Reichsgründung eine neue Grundlage für die Schulgesetzgebung. Es bestand  allgemeine Schulpflicht. Der Schulbesuch war kostenlos und es gab ein Recht auf Bildung.  1873 gliederte das Königlich-sächsische Volksschulgesetz die Volksschulen in einfache, mittlere und höhere  und legte u.a. die Erziehungs- und Bildungsinhalte fest. Für Knaben wurden Pflichtfortbildungsschulen  eingerichtet und für Mädchen Fortbildungsklassen zugelassen.  1919 legte die Verfassung des Deutschen Reiches die allgemeine Schulpflicht fest. Der Staat übte nun die  Schulaufsicht aus, nicht mehr die Kirche. Das galt auch für private Schulen, die fortan als Ersatz für  öffentliche galten.   1835 erschien  das Königlich- sächsische Elementar- Volksschulgesetz. Es war das erste Gesetz in Sachsen, das alle Belange der Schulen einheitliche regelte. Die alte Dresdner Kreuzschule           am Georgplatz