Die Schulen der Friedrichstadt 1785 übernahmen Zimmermann Rößler und Architekt Tangermann die Aufgabe, für 6980 Taler in  Friedrichstadt eine neue Schule zu erbauen. Am 10. Mai jenen Jahres war die Grundsteinlegung. Bereits  am 31. Oktober konnte die Schule in einem barocken Gebäude eröffnet werden. Heute wird es von der  48. Grundschule genutzt.  Sie hat damit Dresdens ältestes Schulhaus. Seit 1985 steht es unter  Denkmalschutz. Einst befand sich in der Mitte des Erdgeschosses ein Saal mit einer Orgel und links und rechts daneben  sechs Klassenräume für die Real- und Armenschule. Im Obergeschoss wohnten die Lehrer. Mehrfach ist  das Innere der Schule verändert worden. So wohnte später der Hausmeister im Erdgeschoss, und aus  den Lehrerwohnungen wurden Schulzimmer. Dazu ist inzwischen auch die des Hausmeisters umgebaut  worden.  Die damalige Real- und Armenschule verfügte über drei Real- und zwei Armenklassen. Wenige Tage  nach der Einweihung der neuen Schule erteilte Kurfürst Friedrich August III. den Auftrag, in Friedrichstadt  ein Lehrerseminar einzurichten. 1787 erfolgte dessen Zusammenlegung mit der Real- und Armenschule.  1839 wurde es aus dem Verband wieder herausgelöst, verblieb aber im gleichen Gebäude.  1823 erhielt die Realschule eine vierte, 1827 eine fünfte und 1832 auch eine sechste Klasse. Es gab  eine 1. Knaben- und eine 1. Mädchenklasse, die höheren Stufen waren gemischt. Unterricht fand  vormittags von 8.00 Uhr bis 11.00 Uhr und nachmittags von „ ein Uhr bis vier Uhr“ statt. Anders war das in  der Armenschule, die in dieser Zeit nur drei Klassen hatte. Der Unterricht beschränkte sich dort auf Religions- und Sittenlehre, Lesen,  Rechnen und „allgemeine Gegenstände der Volksnebenkenntnisse“. Er fand nur am Vormittag statt. Nachmittags wurden die Kinder in  einer „Arbeitsanstalt“ beschäftigt.  Nachdem 1835 das Elementar-Volksschulgesetz das sächsische Schulwesen neu geordnet und den allgemeinen Schulzwang eingeführt  hatte, entstanden in Dresden – Friedrichstadt war seit 1835 in die Landeshauptstadt eingemeindet – vier Distriktschulen. Aus der Real-  wurde dadurch 1838 die 4. Distriktschule. 1841 ging aus ihr die 3. Bürger- und 1920 schließlich die 48. Volksschule hervor. Die Zahl 48  hat die Lehreinrichtung bis heute behalten.  1945 erlitt das Schulgebäude im Bombenhagel des 13. Februar mehrere Schäden, blieb jedoch insgesamt erhalten. Es diente nun  Ausgebombten und Kriegsflüchtlingen als Notunterkunft.  Am 1. Oktober 1945 konnte in der nunmehrigen 48. Grundschule als erster in der Altstadt wieder unterrichtet werden. Hauptproblem  dieser Zeit war ein akuter Lehrermangel. Neulehrer halfen, dieses Problem zu lösen.1956 entstand aus der Grund- die 48. Mittel- und  1959 die 48. Polytechnische Oberschule. Seit 1992 ist sie wieder die 48. Grundschule.   Von der Real- und Armen- zur 48. Grundschule